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Schilf- und Röhrichtschutz am Werlsee


Situation am Werlsee (rechtes Bild klicken - PDF)
Im Zeitraum 1953 bis jetzt ist ein flächenbezogener Röhrichtrück- gang am Werlsee von etwa 70-80 % zu verzeichnen. Es gibt gegenwärtig keine geschlossenen Bestände mehr. Die Breite der Röhrichtgürtel und ihre Landanbindung sind gering.
Was bedeutet das für einen See?
Röhrichtgesellschaften haben im See eine ähnliche Funktion für die Stoff- und Energiekreisläufe wie der Wald in terrestrischen Ökosystemen. Landschaftsökologische Funktionen, die durch den Röhrichtrückgang gefährdet sind:
LEBENSRAUM, SELBSTREINIGUNG, ERROSIONSSCHUTZ.

Ursachen
Nach derzeitigem Wissensstand erklärt sich der Schilfrückgang aus einem Faktorengefüge, das direkt oder indirekt mit menschlichem Handeln zusammenhängt:
* MOTORISIERTER SCHIFFSVERKEHR,
* ERHÖHUNG DER ERROSIONSNEIGUNG,
* ERHÖHTE NÄHRSTOFFZUFUHR,
* BADE- UND ERHOLUNGSNUTZUNG und UFERVERBAU.

Gegenmaßnahmen
Neue Röhrichtbestände könne sich aufgrund des Zustandes der Ufer nicht mehr auf natürlichem Wege etablieren. Deshalb wurden im Jahr 2004 folgende Maßnahmen ergriffen:
* WELLENBERUHIGUNG (mechanischer Uferschutz vor Wellenschlag durch Palisaden);
* NEUANSIEDLUNG (Schaffung künstlicher Sandbänke, Bepflanzung, Ausbreitung von Jungepflanzen in das Wasser);
* SCHUTZ DER UFER (Fahr- und Ankerverbot an ausgewiesenen Uferabschnitten)

Was kann der EINZELNE zum Schutz des Werlsees beitragen?

Jedermann:
SANDBÄNKE NICHT BETRETEN !
ÖFFENTLICHE BADESTRÄNDE BENUTZEN !

Bootsführer:
ABSTÄNDE ZUM UFER EINHALTEN !
HÖCHSTGESCHWINDIGKEITEN BEACHTEN !
ANKERVERBOTE IN UFERNÄHE EINHALTEN !


Flyer als PDF downloaden & ausdrucken ...





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