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KAGEL


Der Ort KAGEL (Kogele) wird erstmals  1375 im Landbuch Kaiser Karl IV. urkundlich aufgeführt. Erste Besiedlungen lassen sich schon auf die Wenden, einen slawischen Volksstamm, zurückführen.

Im 12. Jahrhundert siedelten sich hier Mönche des Zisterzienserordens an, erbauten am Ufer des Baberowsees ein sogenanntes Feldkloster und entdeckten als erste den Kalkstein in Rüdersdorf als wertvollen Bodenschatz.
Durch das Dorf führte früher, von Berlin kommend, eine bedeutende Handelsstraße über Berlin-Friedrichsfelde, Biesdorf und Tasdorf quer durch den Kageler Seenpass (zwischen Baberow- und Bauernsee), über den Löcknitzpass bei Liebenberg in Richtung Lebus und endete in Frankfurt (Oder).
In den Dörfern des ehemaligen Amtes Rüdersdorf bestand bis etwa Mitte des vorigen Jahrhunderts unter der Bezeichnung "Jungnachbardienst" eine aus alter Zeit überkommene Einrichtung. Der Nachbardienst legte dem jüngsten Wirt des Ortes, dem jüngsten Besitzer eines Anwesens, ganz gleich, ob er eine Wirtschaft durch Kauf, Erbschaft oder andere Weise erworben hat, gewisse Verpflichtungen und Dienste dem Ortsschulzen und dem Dorfgericht gegenüber auf, und zwar so lange, bis ein anderer Wirt ihn ablöste.

Am Bauernsee erbaute sich der Spirituosenfabrikant Kahlbaum 1902 ein Jagdschloss. Man berichtete, dass die letzten riesigen Feldsteine des Kageler Klosters dort ihren Platz in einer künstlichen Grotte im Park des Schlosses fanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloß dem Abriss freigegeben.

Nur das Wirtschaftsgebäude blieb stehen und wurde zu DDR-Zeiten vom VEB Messelektronik als Kinderferienlager genutzt. Nach der Wende 1990 hatte das Gebäude keinen Nutzer mehr und war lange Zeit ein Ort, an dem Vandalismus herrschte. 






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