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Der Aufenthalt von Menschen im Grünheider Wald- und Seengebiet ist bereits für die Steinzeit durch Funde auf der Lindwallinsel belegt. Mit der Einwanderung der Illyrer um ca. 1000 v. Chr. nahm ein handwerklich geschicktes Volk das Land in Besitz. Aus dieser Epoche stammen die Funde eines Gräberfeldes in Fang- schleuse und die Überreste einer Töpferwerkstatt am Peetzsee. Nach einer zwischenzeitlichen Besiedelung durch germanische Stämme kamen im 6. Jahr- hundert n. Chr. die Westslawen in die hiesige Gegend.
Eine ihrer Siedlungen befand sich auf der Halbinsel zwischen Möllensee und Peetzsee.
Viele der heutigen Orts- und Flurnamen sind slawischen Ursprungs, wie z.B. Löcknitz, Baberowsee, Dämeritzsee.
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts unterwarfen die Askanierfürsten den Barnim und angrenzende Gebiete. Zur Besiedelung holten sie zahlreiche deutsche Bauern, Handwerker und Kaufleute ins Land. Dörfer und Städte wurden neu gegründet oder alte slawische Siedlungen erweitert. Die Gegend des heutigen Grünheide mit ihren unfruchtbaren Sandböden, Sümpfen und dichten Wäldern blieb jedoch un- bewohnt.
Vermutlich um 1543 ließ sich der Kurfürst Joachim II. auf der Lindwallinsel im Werlsee ein kleines Jagd- haus errichten.
Die erste urkundliche Erwähnung "grüne Heyde" datiert im Jahre 1563. Vermutlich gab es zu dieser Zeit nur wenige Wohnstätten, im Rüdersdorfer Kirchenbuch werden lediglich zwei Taufen in den Jahren 1580 und 1583 erwähnt. Nach dem 30jährigen Krieg war die Gegend vollends menschenleer. Im Jahre 1662 wurde am "Kleinen Wall" an der Löcknitz eine Schneidemühle errichtet. Eine planmäßige Besiedelung erfolgte jedoch erst unter Friedrich II. Zwischen 1749 und 1751 entstanden jedoch die Orte Grünheide, Alt Buchhorst, Bergluch, Gottesbrück und Fangschleuse. Als Holzfäller und Büdner (Kleinbauern) führten die Kolonisten damals ein bescheidenes Leben.
Im heutigen Ortsteil Grünheide (Mark) leben ca. 3.780 Einwohner (Stand: 11/2007).
Grünheide ist eine Station auf dem Müggel-Spree-Weg, einem Rad- und Wanderweg durch den Re- gionalpark Müggel-Spree. Nächste Ziele sind der Bahnhof Fangschleuse (ca. 2 km) oder in die andere Richtung Kagel (ca. 9 km). Ebenfalls durch Grünheide führt der länderübergreifende Europa-Radweg R1 von Calais nach Königsberg (in Richtung Erkner oder Kagel).
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